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Stand vom: 24.06.2019
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Pressemeldungen
   

Stadtanzeiger vom 12.06.19

Kampagne für Tauben

Stadtmitte. Mehr Respekt für Stadttauben fordern Tierschützer. Der Tierschutzverein wirbt bei Oberbürgermeister Sierau für ein tierschutzgerechtes Taubenmanagement. Im Rahmen der Kampagne #RespektTaube hat der Deutsche Tierschutzbund mit dem heimischen Tierschutzverein an die Stadtspitze appelliert, sich für ein konfliktfreies Miteinander von Taube und Mensch stark zu machen. Die Tierschützer zeigen auf, wie durch ein gutes Management der Taubenbestand tierschutzgerecht und nachhaltig reguliert werden kann. Sie wollen mit Vorurteilen und dem negativen Image der Taube aufräumen. Außerdem wollen sie Städte, die mit einer großen Taubenzahl zu kämpfen haben, von einem flächendeckenden Einsatz von Taubenhäusern überzeugen. Diese bieten Nistmöglichkeiten, in denen Eier leicht durch Attrappen ausgetauscht werden können. Dies helfe die Zahl der Tauben dauerhaft zu verringern. Die Tierschützer sind sicher, dass ein Fütterungsverbot keine Lösung darstellt.

     
   
     
   

Ruhr Nachrichten vom 13.05.19

Futterstelle soll gegen die Taubenplage helfen

Das Taubenfüttern ist in Dortmund seit mehr als 25 Jahren verboten, um der Taubenplage Herr zu werden. Eine Futterstelle am Stollenpark an der Bornstraße soll jedoch gerade dagegen helfen.

Nordstadt. 500 Tauben hat Daniela Hons vom Tierschutzverein im Bereich Stollenpark und WEZ an der Bornstraße gezählt. "Es werden immer mehr", berichtete sie am 8. Mai in der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord. Wildtauben sind ein Problem. Deswegen gibt es schon seit 1983 in Dortmund ein Taubenfütterungsverbot.

Trotzdem macht sich der Tierschutzverein für eine Tauben-Futterstelle im Bereich des Stollenparks stark. Das erscheint kurios - aber nur auf den ersten Blick.

Daniela Hons denkt etwa an einen alten Bauwagen als Futterstelle. Dort könne man in den Gelegen die Eier tauschen. In fünf Jahren lasse sich die Population so halbieren. Dr. Matthias Hinz vom Veterinäramt hält die Möglichkeit für "durchaus sinnvoll, um die Population zu regulieren". Zudem sei solch eine Futterstelle nachhaltig, um der Problematik Herr zu werden. Alternativen seien, die Tauben zu vergraulen oder abzuschießen.

Die Politiker blieben zunächst skeptisch. Brigitte Jülich (SPD) wies auf den Taubenkot hin, von dem Gesundheitsgefahren ausgehen. Dorian Marius Vornweg (CDU) erwartet vom Tierschutzverein eine Betreuungsgarantie. Trotzdem brachten die Bezirksvertreter das Projekt auf den Weg. Tierschutzverein und Tiefbauamt sollen nun nach einem Standort suchen. Das WEZ und das unmittelbare Gelände der Jugendfreizeitstätte scheiden dabei nach einem Veto der Eigentümer aus.

     
   
     
   

Ruhr Nachrichten vom 05.04.19

Tierquälereien nicht nur im Zoo

Die Rücksichtslosigkeit, mit der manche Besucher mit den Tieren im Streichelzoo umgehen, erstaunt die Dortmunder Tierschutzorganisationen nicht. Sie haben ähnliche Erfahrungen gemacht.

Die Nachricht, dass im Dortmunder Zoo in den vergangenen Jahren Tiere durch rücksichtslose Besucher zu Tode gekommen sind, erstaunt weder die Spitzen des Dortmunder Tierschutzvereins noch die Tierschutzorganisation Arche90.

"Das wundert mich nicht. Leider", sagt Arche90-Sprecherin Gaby Bayer: "Wir erleben es bei unserer täglichen Arbeit, dass die Empathie gegenüber Tieren abnimmt. So beobachten wir Eltern, die mit ihren Kindern durch die Fußgängerzone gehen und lachen, wenn der Nachwuchs nach den Tauben tritt."

Steine auf Gänse

Tierquälereien gebe es auch immer wieder am Phoenixseem so Bayer: "Eltern finden es lustig, wenn Kinder nach den Enten mit Steinen werfen. Wir haben schon das eine oder andere Tier mit einer Platzwunde am Kopf behandeln lassen müssen." Sie habe "vollstes Verständnis" für den Zoo, sagt Bayer, wenn der darüber nachdenke, den Streichelzoo zu schließen. Die Tierschützerin: "Die bauen im Zoo etwas auf, geben den Besuchern die Gelegenheit, etwas zu erfahren und zu lernen, und dann legen manche solch ein Verhalten an den Tag."

Die Vorsitzende des Dortmunder Tierschutzvereins, Erika Scheffer, kann dem nur beipflichten. "Wenn Tiere verletzt und Zoomitarbeiter angepöbelt werden, würde ich auch sagen, man sollte den Streichelzoo lieber dichtmachen." Weil Kleinkinder nicht gegen Futter fordernde Ziegen ankämen, komme gleich "die ganze Sippe mit ins Gehege". Man habe schon die Meerschweinchen wieder heraus genommen, weil diese zu heftig im Arm gequescht worden seien. Heute wohnen die Meerschweinchen in eigenen Häuschen, die der Förderverein Kinder und Zoo Dortmund hat anfertigen lassen.

Scheffer: "Kinder jagen auch hinter den Laufenten her, während die Eltern dabeistehen, juchen und quieken." Auch dem Tierschutzverein sei seit Jahren aufgefallen, dass die Rücksichtslosigkeit gegenüber den Tieren im Streichelzoo und Quälereien, "die wir selbst beobachtet haben", zugenommen hätten.

Es sei ausreichend, wenn Kinder die Ziegen von außen durch die dicken Querbalken oder über sie hinweg die Ziegen streicheln könnten, sagt Scheffer. "Ansonsten können die Eltern mit ihren Kindern auf einen Bauernhof fahren. Dort können die Tiere weglaufen."

Für die Ratsfraktion Linke & Piraten dagegen darf die Schließung des Streichelzoos keine Option sein. Thomas Zweier, Mitglied im Sport- und Freizeitausschuss: "Dass sich unter den vielen Besuchern immer auch Eltern, Jugendliche und Kinder befinden, denen das Tierwohl gleichgültig ist, lässt sich wahrscheinlich nicht ändern. Die Alternative zu einer angedachten Schließung des Streichelzoos kann aber nur ein Appell an die Zivilcourage der übrigen Besucher sein."

     
   
     
   

Stadtanzeiger vom 23.02.19

Katzen kastrieren

Dortmund. Auch in diesem Jahr gibt es eine Aktion zur Kastration von Katzen beim Tierschutzverein: Wer nicht in der Lage ist, die Kastration ganz selbst zu bezahlen, kann montags bis mittwochs von 10.30 - 13.30 Uhr gegen Vorlage eines Nachweises der Bedürftigkeit einen Behandlungszuschuss in Form eines Gutscheines in der Geschäftsstelle des Tierschutzvereins, Kleppingstraße 37, erhalten. Dort muss allerdings der Eigenanteil von 45 Euro bei Katzen und 30 Euro bei Katern bar gezahlt werden. Das Setzen eines Chipps kostet jeweils zusätzlich 20 Euro.

     
   
     
   

WAZ Dortmund vom 25.07.18

Petition zur Kastrationspflicht

Es ist der vierte Versuch der Tierschützer in Dortmund, eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Freigängerkatzen einzuführen. Die Politik legt sich noch die Karten.

von Gaby Kolle

Der Dortmunder Katzenschutzverein hat am Sonntag eine Online-Petition zur Einführung einer Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Freigänger-Katzen in Dortmund gestartet.

Ziel ist, das Katzenelend einzudämmen, das durch den unkontrollierten Nachwuchs von verwilderten Streunerkatzen entsteht, die sich mit freilaufenden, unkastrierten Besitzerkatzen aus privaten Haushalten paaren.

Schätzung

Rund 15.000 verwilderte Katzen, oft halb verhungert und krank, soll es nach einer an der Dortmunder Altenakademie entstandenen Studie geben. Jedes Jahr fangen die Dortmunder Tierschutzvereine rund 1000 Tiere ein, um sie kastrieren zu lassen. Der Katzenschutzverein allein wendet nach eigenen Angaben rund 100.000 Euro pro Jahr für Tierarztrechnungen auf.

Der Dortmunder Katzenschutzverein und der Tierschutzverein Dortmund haben beim vierten Anlauf einen gemeinsamen Antrag bei der Stadt Dortmund eingereicht, eine Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für alle Freigänger nach Paragraf 13b des Tierschutzgesetzes für Dortmund zu erlassen, wie es sie schon in mehr als 600 Städten und Gemeinden in Deutschland und rund um Dortmund gibt.

Entscheidung im September

Adressat der Online-Petition ist der Dortmunder Ratsausschuss für Bürgerdienste. Dort haben Vetreterinnen des Katzenschutzvereins am 10. Juli noch einmal ihr Anliegen vorgetragen und das Problem mit Zahlen aus der eingangs genannten Studie untermauert.

Im Vorfeld der Sitzung war der Vorstand des Dortmunder Katzenschutzvereins (DKSV) zu konstruktiven Gesprächen bei den Grünen und der SPD eingeladen.

Der Ausschuss diskutierte noch einmal 20 bis 25 Minuten mit dem Ergebnis, im September eine Entscheidung fällen zu wollen.

Der Katzenschutzverein will diese Zeit nutzen und hat dazu unter anderem die Online-Pedition ins Netz gestellt. Bis Dienstag hatten sie bereits 228 Unterstützer unterzeichnet, davon die weitaus meisten aus Dortmund. Das Ziel sind 1000 Unterschriften.

Um dem Anliegen weiter Nachdruck zu verleihen, planen die Tierschützer auch zusätzliche öffentliche Aktionen wie Plakatwände und Infostände.

     
   
     
   

Ruhr Nachrichten vom 25.06.18

Grüne wollen Kastrationspflicht für Katzen

Tierschutz- und Katzenschutzverein finden Unterstützung in der Politik.

von Gaby Kolle

Ihrem Ziel, eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Freigängerkatzen in Dortmund durchzusetzen, sind der Tierschutzverein und der Katzenschutzverein einen Schritt näher gekommen: Die Grünen haben für die nächste Sitzung des Bürgerdienste-Ausschusses den Antrag gestellt, eine entsprechende Katzenschutzverordnung zu erlassen, verbunden mit einer hohen Ordnungsstrafe bei Zuwiderhandlung. Mehr als 600 deutsche Städte und Gemeinden haben eine solche Verordnung. In Dortmund war sie in den letzten Jahren von der Politik dreimal abgelehnt worden.

Eine Kennzeichnungs- und Kastrationspflicht für Freigängerkatzen - also solche, die ein Zuhause, aber draußen Freigang haben - soll die unkontrollierte Vermehrung frei lebender und verwilderter Katzen auf Dauer mindern. Die Grünen versprechen sich von einer Katzenschutzverordnung auch eine höhere Sensibilisierung der Katzenhalter.

Nach Schätzungen hat jeder fünfte Haushalt in Deutschland eine Katze. Für Dortmund bedeutet das 63.000 Katzen, einschließlich der 15.000 verwilderten Katzen, die eine Studie der Altenakademie ermittelt hat. Die Paarung der unkastrierten Freigänger- mit den verwilderten Katzen verursacht viel Tierleid. Der Nachwuchs ist oft ausgezehrt, verletzt und so krank, dass die Tiere eingeschläfert werden müssen, wenn sie eingefangen werden.

Aufnahmestopp verhängt

Jedes Jahr fangen die Tierschützer 1000 Katzen ein, um sie kastrieren zu lassen. Seit einigen Jahren kann nach dem Tierschutzgesetz eine Verordnung erlassen werden, wenn sie zum Schutz der Katzen selbst erforderlich ist. Der Katzenschutzverein allein wendet für Tierarztrechnungen 100.000 Euro im Jahr auf. Das Tierheim musste auch aufgrund der Zahlen mehrfach einen Aufnahmestopp für Katzen verhängen.

"Man sollte eine Kastrationspflicht einführen, schon als Abschreckung" sagt Tierarzt Dr. Stephan Rist. "Es gibt viele Leute, die nicht einsehen, dass sie ihre Tiere kastrieren lassen müssen." Auch Tierärztin Dr. Diane Sigge hält sie für sinnvoll, "um das Leid nicht weiter zu vergrößern."

In einer Internetumfrage dieser Zeitung sind bisher 80 Prozent für eine Kastrationspflicht.

     
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