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Stand vom: 22.02.2018
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WAZ vom 22.02.18

Hündin Hanni ist beschlagnahmt

Das Ordnungsamt hat Ernst gemacht und Egon Dittmann seine Hündin Hanni weggenommen. Der obdachlose Bodo-Verkäufer weiß aber schon, wie er seinen Vierbeiner wiederbekommt.

Egon Dittmann ist wieder allein. Ein zweites Mal nach dem Jahreswechsel. Das Ordnungsamt hat am Dienstag seinen Mischlingshund Hanni vor dem Rewe-Zentrum im Rodenberg-Center in Aplerbeck beschlagnahmt. Der 58-jährige Bodo-Verkäufer hatte sich nicht an das Tierschutzgesetz und die ihm erteilten Auflagen gehalten.

Zur Erinnerung: Im Januar hatte eine Frau Hanni einfach losgebunden und mitgenommen, während Egon Dittmann, den alle nur Egon nennen, wie immer drinnen bei Malzers seinen Kaffee trank. Viele bangten mit Dittmann um seinen Hund, andere waren erleichtert, hofften sie doch, dass Hanni jetzt ein besseres Leben haben würde. wie berichtet, war der Hund stundenlang draußen in der Kälte angeleint und sich weitgehend selbst überlassen. Doch damals bekam Egon Dittmann Hanni nach zwei Tagen zurück.

Tierschützer, darunter auch Erika Scheffer, Vorsitzende des Dortmunder Tierschutzvereins, mochten sich damit nicht abfinden und beschwerten sich beim Veterinäramt. Das fand vor Ort die beschriebenen Missstände bestätigt. Dittmann wurde zunächst mündlich belehrt, seinen Hund nicht über Stunden anzubinden. Ohne Wirkung.

Gefrorenes Futter

Tierschützer beobachteten die Situation weiter und führten akribisch Protokoll, das dieser Redaktion vorliegt. Danach war Hanni vom 15. Januar bis 17. Februar bei Wind und Wetter, bei Frost, Regen und Schnee zwischen achteinhalb und 13 Stunden draußen angeleint. Das Dosenfutter und das Wasser in Hannis Napf waren teilweise gefroren. Nach der ersten Verwarnung im Januar war Dittmann beziehungsweise eine Bekannte zwischendurch mit Hanni Gassi gegangen. Doch das schlief schnell wieder ein.

Als das Ordnungsamt die Situation erneut vor Ort prüfte, sei das Tier "für mindestens 7,5 Stunden ohne Unterbrechung und weitgehend ohne Kontakt zu seiner Bezugsperson angebunden" gewesen, teilt Stadtsprecher Maximilian Löchter auf Anfrage mit. Danach bekam Dittmann es schriftlich von der Stadt - per Ordnungsverfügung -, dass er seinen Hund nur jeweils eine Stunde am Stück anbinden darf. Ansonsten sei es unumgänglich, ihm Hanni vorläufig wegzunehmen. Dittmann hatte über eine Woche Gelegenheit, seine Hundehaltung zu verbessern. Als am Dienstag aber die Situation die gleiche war, nahm das Ordnungsamt Hanni mit und brachte sie in Tierschutzzentrum. "Wir sind froh, dass das Veterinäramt tätig geworden ist," sagt die Tierschutzvereinsvorsitzende Erika Scheffer. Wenn Egon Dittmann Hanni wiederhaben möchte, muss er in den nächsten 14 Tagen für artgerechte Haltungsbedingungen sorgen, das heißt, er muss ihr ausreichend Bewegung und soziale Kontakte ermöglichen und ihr vor allem einen witterungsgeschützten und sicheren Ruheplatz zur Verfügung stellen.

Den habe er schon gefunden, sagte Dittmann am Mittwoch gegeüber dieser Zeitung: "Ich habe dem Veterinäramt heute eine Adresse genannt, wo Hanni tagsüber bleiben kann." Eine Bekannte wolle sich kümmern. Dittmann selbst sieht anders aus, gepflegter als vor vier Wochen. Die Haare sind geschnitten, das Kinn rasiert. Er ist jetzt eine öffentliche Person. "Gibt´s was Neues", fragt eine Rewe-Kundin, und steckt ihm zwei Euro zu. Er hat einen Rechtsanwalt, und auch einen Schlafplatz habe er gefunden, sagt er: "Bei einer Bekannten im beheizten Keller."

     
   
     
   

Stadtanzeiger vom 17.02.18

Katzen kastrieren

Stadtmitte. Noch bis zum 28. Februar führt der Tierschutzverein eine Aktion zur Kastration von Katzen durch. Ein Teil der Kosten wird bei Nachweis der Bedürftigkeit übernommen. Für Kater entstehen Restkosten von 30 Euro, für Katzen in Höhe von 45 Euro. Behandlungsscheine sind Montag bis Mittwoch von 10.30 bis 13.30 Uhr in der Geschäftsstelle des Tierschutzvereins in der Berswordthalle erhältlich.

     
   
     
   

Ruhr Nachrichten / WAZ vom 26.01.18

Kastrationsaktion für Katzen

verbilligte Behandlungsscheine

Der Dortmunder Tierschutzverein bietet wieder vom 5. bis 28. Februar eine Kastrations-Aktion für Katzen bedürftiger Halter an.

Auf Nachweis der Bedürftigkeit und nach Barzahlung eines Kostenanteils von 45 Euro je Katze (inklusive Tätowierung) und 30 Euro je Kater wird für einen Tierarzte, der sich an der Aktion beteiligt, ein Behandlungsauftrag erteilt.

Mit dem Auftrag kann ein Termin mit dem Tierarzt vereinbart werden. Einen Chip setzen kostet 20 Euro mehr. Für Freigänger-Katzen wird auch eine Ohrkerbung zur Unterscheidung von nicht kastrierten Tieren angeboten.

Die Behandlungsscheine gibt es in der Geschäftsstelle des Tierschutzvereins, Kleppingstraße 37 (Berswordt-Halle des Stadthauses), montags bis mittwochs, 10.30 bis 13.30 Uhr.

     
   
     
   

WAZ vom 22.02.2018

Hanni führt ein Hundeleben

Behördliches Einschreiten gefordert

Hanni führt ein Hundeleben

Es schien ein glückliches Ende, als Bodo-Verkäufer Egon seine entführte Hündin Hanni nach zwei Tagen zurückerhielt. Doch das sehen nicht alle so. Die einen freuen sich mit Egon, die anderen wandten sich an das Veterinäramt.

Jetzt sitzt Hanni wieder jeden Tag bis zu neun Stunden angeleint draußen vor dem Rewe-Laden im Rodenberg-Center in Aplerbeck. Bei Sturm, Regen und Schnee. Herrchen Egon sitzt drinnen im Warmen und trinkt Kaffee. Immerhin ist Hannis Platz unter dem Vordach, und sie hat ein Polsterkissen unter dem verfilzten Fell.

Doch artgerecht sei das nicht, tagaus, tagein über Stunden angeleint zu sein, ohne Bewegungsfreiheit, Rückzugsmöglichkeit und der Chance, ein großes Geschäft zu erledigen. - das haben Menschen an den Tierschutzverein und das Veterinäramt geschrieben mit der Bitte, endlich einzuschreiten;

denn seit mindestens sieben Jahren schon muss Hanni so vor dem Rewe-Laden ausharren, liege dort "wie ein Teppich".

Aus Mitleid entführt?

Wie berichtet, hatte eine 58jährige Frau - möglicherweise aus Mitleid - die Hündin am 2. Januar entführt und mit zu sich nach Haus genommen. Die Nachricht und Suchmeldungen nach der treuen Gefährtin des Obdachlosen, der sie schmerzlich vermisste, verbreiteten sich wie ein Lauffeuer über das Internet und Facebook. Ein Zeugenhinweis führte zu der 58-Jährigen, und so waren Egon und Hanni nach zwei Tagen wieder vereint. Die ersten anderthalb Tage ist Egon nach Beobachtung der Tierschützer demonstrativ häufiger als sonst mit Hanni vor der Tür geblieben, doch damit sei es wieder vorbei. Für Erika Scheffer, Vorsitzende des Tierschutzvereins, ist klar: "Das geht nicht so weiter." Hanni liege zudem direkt neben den Einkaufswage, die krachend ineinandergeschoben werden. "Das ist permanenter Stress für die Hündin," sagt Erika Scheffer. Das Veterinäramt hat sich nach den Hinweisen des Tierschutzvereins und einer umfangreichen, schriftlichen Beschwerde einer weiteren Zeugin die Situation vor Ort angesehen und länger beobachtet. "Nach den bisherigen Erkenntnissen entspricht die Hundehaltung nicht den üblichen Anforderungen", teilte Stadtsprecher Maximilian Löchter auf Anfrage mit. Der Hundehalter sei aufgefordert worden, diesen Umstand kurzfristig zu beheben. "Notfalls wird eine Ordnungsverfügung gegen ihn in dieser Sache erlassen", so Löchter.

Das Veterinäramt ist nicht für das Wohl der Menschen zuständig, sondern für den Tierschutz verantwortlich. Und im Tierschutzgesetz stehen ganz klare Anforderungen an die Haltung von Hunden. Dazu zählen der Auslauf außerhalb einer Anbindehaltung sowie eine Laufvorrichtung an der Anbindehaltung selbst, die einen seitlichen Bewegungsspielraum von mindestens fünf Metern lässt, und eine Schutzhütte bei Haltung im Freien. Das alles hat Hanni nicht. Doch die Auflage des Veterinäramtes scheint Hannis Herrchen nicht sonderlich beeindruckt zu haben. Am Donnerstagmorgen kam er um 9.40 Uhr zum Rewe, leinte Hanni wie gehabt davor an, stellte ihr ein "Bettchen" und Futter hin. Auf die Frage, ob das für Hanni nicht zu kalt sei, antwortet der Bodo-Verkäufer: "Nein, das macht ihr nichts. Die ist zu drei Viertel ein Husky."

Das sagt Egon allen, die ihn darauf ansprechen, auch wenn ein Blick auf Hanni das Gegenteil sagt.

Eine der Beschwerdeführerinnen kommentiert das so: "Die Hündin hat noch nicht mal neben einem Husky gelegen."

Jeden Morgen spielen

Ob der Hunde genug Auslauf habe, ist eine weitere Frage. "Ich spiele jeden Morgen und jeden Abend mit ihr", antwortet der Bodo-Verkäufer freundlich, "sie läuft den ganzen Tag. Allerdings", schränkt er dann ein, "bei diesem Wetter nicht so viel."

Ob Hanni denn schon mal einen Tierarzt gesehen hat? "Der Hund ist kerngesund. Außerdem kommen hier regelmäßig Tierärzte vorbei. Die sind auch Kunden bei Rewe."

Ob es noch mehr Fragen gebe, möchte Egon wissen. Sonst wolle er jetzt reingehen, "einen Kaffee trinken."

Aufruf des Tierschutzvereins

Die Vorsitzende des Dortmunder Tierschutzvereins, Erika Scheffer, appelliert an die Bürger, bei Verstößen gegen das Tierschutzgesetz die Polizei zu verständigen.

Aktuell treibt sie ein schwer zu glaubender Fall um. Auf der Uhlandstraße (Nordstadt) soll eine Hundehalter versucht haben, seinen sich wehrenden Welpen zum Kiffen zu zwingen, indem er ihm gewaltsam einen Joint in die Schnauze steckte.

     
   
     
   

Ruhr Nachrichten vom 15.11.17

Pfoten vom Baum!

Katzen gehören nicht unter den Weihnachtsbaum. Aber auch nicht in den Weihnachtsbaum. Aber auch nicht in den Weihnachtsbaum. Erika Scheffer, Vorsitzende des Dortmunder Tierschutzvereins, hat ein paar Tipps, wie man sie vom verlockenden Grün fernhält.

Wie bringt man eine Katze dazu, ihre Pfoten vom Weihnachtsbaum zu lassen? Gerade wer neue Katzen in seinem Haushalt hat, weiß noch nicht, wie die neugierigen Samtpfoten auf das verlockende Grün im Wohnzimmer mit den schönen Kugeln dran reagieren. Ein Grund, sich bei Erika Scheffer, Vorsitzende des Dortmunder Tierschutzvereins mit 50-jähriger Katzen-Erfahrung, ein paar hilfreiche Tipps zu holen.

1. Ein katzensicherer Weihnachtsbaum beginnt schon beim Einkauf. Am besten nimmt man einen Kunstbaum, auch wenn der nicht so schön weihnachtlich duftet wie eine echte Tanne. Aber das macht den Weihnachtsbaum auch so anziehend für die Katzen. Sollten sie zudem die echten Nadeln verschlucken, kann das zu Magen- und Darmproblemen führen. Und egal, ob Kunst- oder echter Baum: Ein kleinerer ist sicherer als ein großer, wenn die Katzen ihn zu Fall bringen.

2. Ein schwerer Baumständer, der fest auf dem Boden steht, trägt zur Sicherheit bei, falls der Baum ins Wanken gerät, weil sich die Katze hineinsetzt. Noch sicherer ist es jedoch, den Baum an der Wand oder Decke festzubinden. Um den Baum herum sollte möglichst viel Platz sein, damit die Katze nicht vom Schrank oder Regal in den Baum hechtet. Außerdem sollte man dafür sorgen, dass die Katze nicht an das Wasser in Baumfuß kommt, weil ihr das ebenfalls auf den Magen schlagen würde.

3. Bevor man den Baum schmückt, sollte man den Katzen Gelegenheit geben, sich an das neue Teil zu gewöhnen. Also den Weihnachtsschmuck erst mal in der Kiste lassen. Mit ein bisschen Glück findet die Katze das neue Objekt schon nach kurzer Zeit langweilig. Sollte sie den Baum nicht in Ruhe lassen, kann man ihr von ihr unbeobachtet mit einer Wasserspritze oder einer Sprühflasche den Rücken leicht besprühen und laut "Nein" rufen.

4. Die Katze sollte nicht dabei sein, während man den Baum schmückt. Sie könnte das Ganze als aufregendes Spiel sehen, das man nur für sie veranstaltet. Man sollte Baumschmuck wählen, der möglichst wenig Anziehungskraft auf die Katze ausübt, also keine glänzenden Kugeln, die leicht hin- und herbaumeln. Am besten wäre Baumschmuck auf Filz und Papier. Auf keinen Fall Lametta verwenden! Beim Verschlucken kann das zum Ersticken oder innerlichen Beschwerden wie Darmverschluss führen. Von echten brennenden Kerzen sollte man ebenfalls Abstand nehmen. Und von essbarem Baumschmuck. Schokolade jeder Art ist giftig für Katzen und zu viel Süßes eh ungesund.

5. Soll es dennoch filigraner, wertvoller Baumschmuck sein, sollte man den am besten in den oberen zwei Dritteln des Baumes aufhängen. Ohne "Sprungbretter" in Baumnähe ist es weniger wahrscheinlich, dass sich die Katze für Dinge außerhalb ihrer Reichweite interessiert. Sollte die Katze ein Wipfelstürmer sein, sollte man die Finger von filigranem und gefährlichem Baumschmuck lassen.

6. Den Baumschmuck sollte man so gut befestigen, dass er von der Katze nicht heruntergespielt werden kann, am besten Metallhaken benutzen, die man am Baum festklemmen kann.

7. Vorsicht mit Stromkabeln und Lichterketten. Sie üben auf neugierige Katzen eine große Anziehungskraft aus. Deshalb herumliegende Kabelenden mit Klebeband am Boden festkleben.

8. Um den Baum noch ein bisschen unattraktiver für die Katze zu machen, kann man den Stamm mit Alufolie umwickeln oder Orangen- und Zitronenschalen um ihn herum auslegen oder ihn mit Zitrusspray einsprühen. Katzen mögen diesen Geruch nicht.

9. Sollte die Katze doch hineinspringen, dann ein Foto davon machen und uns mailen.    

     
   
     
   

WAZ vom 09.11.17

Tierschützer fordern harte Strafen für Pony-Schänder

Verein reagiert auf Missbrauch-Fälle

Nach den Misshandlungen von Pony-Stuten in Hostedde und Derne, die in den vergangenen Tagen bekannt geworden waren, fordert jetzt der Tierschutzverein härtere Strafen für die Täter.

"Wer so etwas macht, muss sofort psychologisch untersucht werden und es muss eine mehrmonatige Freiheitsstrafe geben", sagt Erika Scheffer, die Vorsitzende des Tierschutzvereins Groß-Dortmund.

Seit Jahren kämpfen Tierschützere für eine Verschärfung des Strafrechts. "Die Strafen, die bisher verhängt werden, sind lächerlich.

Die Täter werden eher behandelt wie Fahrraddiebe. Aber es sind Lebewesen, die sie quälen. Laut Staatsanwaltschaft wurde der in Kemminghausen erwischte Pferdeschänder im September zu 90 Tagessätzen von je 10 Euro und zu einer Geldbuße von 500 Euro verurteilt.

     
   
     
   

WAZ vom 11.10.17

Ein Auto für die Tierrettung

Der Deutsche Tierschutzbund hat dem Dortmunder Tierschutzverein ein neues Tiermobil spendiert. Das Fahrzeug hat eine besondere Ausstattung.

Eine besondere Überraschung hat der Tierschutzverein Groß-Dortmund vom Deutschen Tierschutzbund erhalten: Der Dachverband übergab dem Verein einen Tierhilfewagen, der die tägliche Tierschutzarbeit erleichtern soll. Zum Einsatz kommen soll der Opel Combo für Tierrettungen, Fahrten zum Tierarzt und den Futtertransport für die Tiertafel.

Das Auto ist auffällig bedruckt: auf der einen Seite mit einem Motiv des Haustierregisters des Deutschen Tierschutzbundes und auf der anderen Seite mit einem Katzenmotiv mit Spendenaufruf.

"Unsere Tierschutzvereine und Tierheime sind für den praktischen Tierschutz vor Ort unverzichtbar", sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. "Tag für Tag kämpfen wir gemeinsam dafür, Tieren ein besseres Leben zu ermöglichen. Obwohl die Wagen zur notwendigen Grundausstattung gehören, können viele Vereine die Anschaffungskosten kaum noch tragen, weil Rücklagen aufgebraucht sind."

"Der Tierhilfewagen hilft uns beim täglichen Kampf für das Wohl der Tiere sehr", sagt Erika Scheffer, Vorsitzende des Dortmunder Tierschutzvereins dankbar.

Die Tierhilfewagen sind speziell für den Transport von lebenden Tieren ausgestattet. So sorgen Klimaanlage und Entlüftung für angenehme Temperaturen und Luft bei jeder Wetterlage - auch im geräumigen Ladebereich, wo die Tiere untergebracht sind. Die Installation eines Trenngitters gewährleistet die verkehrsrechtlichen Auflagen für einen gesicherten Transport, gleichzeitig erlaubt es dem Fahrer, den Laderaum jederzeit einzusehen. Die blickdichten Seitenfenster des Ladebereichs minimieren die obtischen Reize für die Tiere während der Fahrt und senken somit den Stresspegel.

     
   
     
   

Ruhr Nachrichten vom 23.08.17

Sparkasse hilft Tierschützern beim Helfen

Der Tierschutzverein Groß-Dortmund versorgt seit 2008 Tierhalter mit ihren Tieren einmal im Monat mit Futter. Die Sparkasse Dortmund unterstützt diese Arbeit mit 5000 Euro. Gestern übergab Thomas Siebert, Firmenbetreuer der Sparkasse, symbolisch den Betrag. Sehr zur Freude von Erika Scheffer, 1. Vorsitzendende des Tierschutzvereins und Mitarbeiterin Ilona Pusch, die so 167 Katzen und 84 Hunde vier Monate lang unterstützen können.

     
   
     
   

Ruhr Nachrichten vom 03.07.17

Weniger Hundesteuer für Tiere aus dem Tierheim

Vorschlag der CDU-Fraktion

Die CDU-Fraktion im Bürgerdienst-Ausschuss möchte etwas für die Hunde tun, die im Tierheim in Dorstfeld auf ein neues Zuhause warten. Sie sieht einen möglichen Weg, den Wechsel zu neuen Haltern zu beschleunigen. Ihre Überlegung: Warum nicht Hundehalter, die einen Vierbeiner aus dem Dortmunder Tierheim zu sich nehmen, für ein Jahr von der Hundesteuer befreien oder die Hundesteuer für solche Tiere dauerhaft ermäßigen?

"Es gibt einige Städte in Deutschland, die verfahren schon so", erläutert Friedrich-Wilhelm Weber, ordnungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, auf Nachfrage.

Volle Unterstützung für den Vorschlag gibt es vom Dortmunder Tierschutzverein. "Wir haben schon vor Jahren, als wir noch selbst Gesellschafter des Tierheims waren, der Stadt diesen Vorschlag gemacht und uns den Mund fusselig geredet", berichtet die Vorsitzende Erika Scheffer. Doch man sei damit beim damaligen Kämmerer auf taube Ohren gestoßen. Dabei würde die Stadt unter dem Strich Geld sparen, ihren Haushalt entlasten, meint Scheffer, "denn der Hund ist für das Tierheim von der Krippe weg - mit allem drum und dran.

Prüfauftrag

Geht es nach der CDU, soll die Verwaltung prüfen, ob ihr Vorschlag umsetzbar ist. Die Mehrheit im Ausschuss für Bürgerdienste müsste allerdings in der Sitzung am Dienstag (4.7) dem Prüfauftrag zustimmen.

In Dortmund wird für rund 27 000 Hunde Hundesteuer bezahlt. Die Halter zahlen für einen Hund 156 Euro im Jahr, für zwei Hunde je 204 Euro und für drei oder mehr Hunde je 228 Euro im Jahr.

In 2016 beliefen sich die Einnahmen aus der Hundesteuer auf rund 4,4 Millionen Euro.

     
   
     
   

Ruhr Nachrichten vom 13.06.17

Mysteriöses Verschwinden der Katzen

Gerichtsviertel: Angst vor Tierdieben

Inzwischen hat Rainer Braun die Hoffnung, seine Katze wiederzufinden, aufgegeben. Seit einer Woche ist "Mausi" verschwunden, doch dass sie weggelaufen ist, glaubt ihr Besitzer nicht.

Denn vor etwa zwei Monaten sah er zwei Frauen, die seine Katze in einem Karton aus seinem Hinterhof im Gerichtsviertel trugen. "Ich war gerade mit dem Auto auf der Hamburger Straße unterwegs und habe ein Auto gesehen, das habe ein Auto gesehen, das halb in unserer Einfahrt gestanden hat." Eine der Frauen hielt einen Karton in der Hand. Sofort hielt Braun sein Auto mitten auf der Straße an und rannte auf sie zu. "Ich habe den Namen meiner Katze gerufen und sofort fing sie im Karton an zu schreien." Den Karton konnter der 74jährige der Frau entreißen, doch die beiden Unbekannten entkamen in ihrem Auto.

Das genaue Kennzeichen des Wagens konnte sich Rainer Braun nicht merken, doch es habe sich um ein graues Auto aus Unna gehandelt. Die dunkelhaarige Frau mit dem Karton sei um die 40 Jahre alt gewesen.

Mehrere Fälle

Als Braun vor einer Woche vom Angeln zurückkam, war "Mausi" dann verschwunden. Er ist davon überzeugt, dass sie von den beiden Frauen mitgenommen wurde. Aus der Nachbarschaft hat er außerdem gehört, dass auch dort mehrere Katen verschwunden sein sollen.

Der Polizei Dortmund sind diese Fälle nicht bekannt, Tierdiebstähle gebe es aber immer wieder. In solchen Fällen sollen Betroffene sich immer melden und Anzeige erstatten, da sich Hinweise so verdichten könnten.

Dem Tierschutzverein Groß-Dortmund sind die Fälle im Gerichtsviertel bekannt, wie Mitarbeiterin Karola Gaidies auf Anfrage unserer Redaktion bestätigte. Fünf Fälle seien dem Tierschutzverein bislang gemeldet worden. Solche Formen von Tierdiebstählen kommen ihrer Erfahrung nach sporadisch immer mal vor. Und leider gingen sie nur in seltenen Fällen gut aus.

Produkte aus Katzenfell

Die Täter, so nennt sie ein Beispiel, könnten etwa versuchen, die Katzen an ein Versuchslabor zu überbringen. Wahrscheinlich sei außerdem, dass sie getötet werden und Produkte wie beispielsweise Rheumafelle oder Püschelmützen aus ihren Pelzen hergestellt werden. Die Aussichten, dass die Katzen zurück zu ihren Haltern kommen und die Täter gefasst werden, seien eher gering.

Trotzdem: Wichtig, so Karola Gaidies ist die Anzeige sowohl bei der Polizei als auch beim Tierschutzverein. Wenn sich Hinweise häufen und "Kommissar Zufall" auch mitspielt, könnten die Täter vielleicht gefunden werden. Außerdem können andere Tierhalter so auf die Gefahr aufmerksam gemacht werden.

Es ist zwar schwer, sich vor Diebstählen wie dem von "Mausi" zu schützen. Einigen anderen Freigänger-Katzen bleibt ein ähnliches Schicksal durch besondere Vorsicht der Halter aber so zumindest erspart

Hinweise:

Wer Verdächtiges bemerkt, sollte umgehend Alarm schlagen.

Hinweise nehmen der Tierschutzverein Groß-Dortmund unter Tel. 81 83 96 und der Polizei-Notruf 110 entgegen.

     
   
     
   

WAZ vom 06.04.17

Kastrationspflicht erneut abgelehnt

Der dritte Antrag zur Vermeidung von Katzenelend im Bürgerdienste-Ausschuss

Wäre Erika Scheffer, Vorsitzende des Dortmunder Tierschutzvereins, eine Katze, hätte sie am Dienstag in der Sitzung des Bürgerdienste-Ausschusses bedrohlich geknurrt und gefaucht; denn die Ausschussmehrheit lehnte gegen die Stimmen von Grünen sowie Linken&Piraten erneut die Einführung einer Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für freilaufende Katzen in Dortmund ab.

Es war bereits der dritte Antrag, den der Tierschutzverein seit 2012 für die Einführung einer Kastrationspflicht gestellt hat, nachdem es diese inzwischen in mehr als 400 Städten und Gemeinden in Deutschland gibt. Das Ziel ist, durch unkontrollierte Vermehrung entstehendes Katzenelend zu verhindern.

Der Tierschutzverein ist sich dabei der Unterstützung des Dortmunder Katzenschutzvereins sicher. Letzterer fängt verwilderte Katzen (keine Wildkatzen) ein und lässt sie kastrieren. Immer wieder komme es vor, so Scheffer im Ausschuss, dass sich unkastrierte Freigängerkatzen untereinander oder mit auf der Straße lebenden, Katzen paarten. Rund 5000 verwilderte Katzen gebe es in Dortmund, schätzen Tier- und Katzenschutzverein, berichtete Scheffer: "Das ist ein Zustand, der geht jetzt schon Jahre so, und irgendwann hat man die Nase voll. Wir sehen nicht ein, dass das in Dortmund immer wieder verzögert wird."

"Paderborner Modell"

Scheffer möchte eine ordnungsrechtliche Regelung nach dem Modell, das Paderborn 2008 eingeführt hat. Verstoßen Katzenhalter dagegen, sollen sie ein Bußgeld von 1000 Euro zahlen (Ausnahme sind Zuchtkatzen).

Doch Rechtsdezernentin Diane Jägers bleibt bei ihrer Auffassung, dass eine solche Verordnung für Dortmund rechtswidrig sei. Weder gehe eine abstrakte Gefahr von verwilderten Katzen aus, noch hätten die Tierschützer nachgewiesen, dass es in Dortmund eine hohe Population von verwilderten Katzen gibt, die es nach dem Tierschutzgesetz vor Elend zu schützen gelte. Auch eine planmäßige Kontrolle sei nicht möglich, unterstrich Jägers: "Und ich erlasse keine Rechtsverordnung aus symbolischen Gründen."

Öffentlichkeitsarbeit

Wenn sie ihre "Ruhe haben wollte", so Jägers, hätte sie längst solch eine Verordnung erlassen. Doch diese bewirke gar nichts, nur "die Öffentlichkeitsarbeit, die mit der Verordnung einhergeht, bewirkt etwas." Halter, die ihre Katzen noch nicht haben kastrieren lassen, könne man nur auf dem Weg der Überzeugung dazu bewegen, nicht auf dem Weg der Regelung, sagte Jägers. Der Tierschutzverein dürfe entsprechende Faltblätter in den Bezirksverwaltungsstellen auslegen.

Oben auf der Zuhörertribüne des Ratssaales brach sich die Wut Bahn: "Dann bringen wir die trächtigen Katzen demnächst ins Tierheim", kündigte laut Renate Kolbe vom Katzenschutzverein an.

Erika Scheffer gibt sich angesichts der erneuten Niederlage nicht dem Katzenjammer hin. Gestern kündigte sie an: "Wir stellen einen vierten Antrag."

     
   
     
   

Ruhr Nachrichten vom 05.04.17

Dortmunder Tierseite

Herrchen und Frauchen auf Zeit

Urlaubsaktion des Tierschutzvereins: "Nimmst du mein Tier, nehm´ich dein Tier

In diesen Tagen greift Karola Gaidies häufiger zu dem Karteikasten mit den Urlaubsadressen. Urlaubsadressen für Hund und Katz, Meerschweinchen und Wellensittich, wenn Herrchen und Frauchen in die Ferien fahren. Letztere allein wohlgemerkt. Waldi, Minka, Putzi und Co müssen für die Zeit anderweitig versorgt und auch untergebracht werden. Und da hilft der Karteikasten von Karola Gaidies.

Die Mitarbeiterin des Dortmunder Tierschutzvereins betreut seit 1994 die Urlaubsaktion "Nimmst du mein Tier, nehm´ich dein Tier" des Deutschen Tierschutzbundes. In ihrem Karteikasten sind die Menschen in Dortmund vermerkt, die bereit sind, Herrchen und Frauchen für Hunde, Katzen, Vögel und Nagetiere auf Zeit zu sein.

Karola Gaidies kennt sie alle. Wer in den Karteikasten möchte, muss zunächst in die Geschäftsstelle des Tierschutzvereins in der Berswordt-Halle des Stadthauses kommen. "Ich verschaffe mir dann einen Eindruck, ob das passt", erzählt sie. Sie erforscht dabei, ob die Bewerber bereits Hunde- oder Katzenerfahrung haben. Als Hundeexpertin fühlt sie vor allem potenziellen Hundesittern auf den Zahn: "Da kann so ein Gespräch schon mal eine halbe Stunde dauern."

Betreuungsvertrag

Stimmen Chemie und Gesprächsverlauf, erhält der Bewerber einen Betreuungsvertrag, mit dem er sich unter anderem verpflichtet, ein Tier unentgeltlich für eine befristete Zeit zu betreuen. Haftungsschäden werden ausgeschlossen, mögliche Tierarztkosten, die in der Zeit anfallen können, muss natürlich der Halter tragen.

Der Eigentümer seinerseits sorgt für Futter, Näpfe, gegebenenfalls Leinen und auch Spielzeug und teilt den Ferienbetreuern die Vorlieben, Macken und Gewohnheiten seines vier- oder zweibeinigen Lieblings mit. Dass Betreuer und Halter zusammenfinden, dafür sorgt Karola Gaidies.

Insgesamt 55 private Urlaubsasyle hat sie aktuell in ihrem Karteikasten: neun für Hunde, 22 für Katzen plus je eine in Schwerte und Waltrop, zwölf für Nagetiere und vier für Vögel. Hinzukommen sechs Pflegestellen für kleine Hunde, auf drei, vier Wochen befristet, wenn mal plötzlich Not am Mann ist.

In dem Karteikasten ist allerdings noch eine ganze Menge Platz. "Früher waren es mal mehr als doppelt so viele Adressen", sagt Karola Gaidies. Doch manche Ferienbetreuer hätten sich mittlerweile selbst ein Tier angeschafft und seien damit ausgelastet. "Auch die Nachfrage ist gesunken, weil immer mehr Leute dazu übergehen, ihren Hund mit in den Urlaub zu nehmen, etwa zur Ost- oder Nordsee." Dennoch würde sie den Karteikasten gern wieder auffüllen.

Oft einfach vergessen

Wenn auch bei ihr die Anfragen nach Urlaubsbetreuung für die Osterferien oft schon im Herbst und für die Sommerferien im Januar kommen, ist die Urlaubsaktion des Deutschen Tierschutzbundes offiziell erst am Montag (3. April) gestartet und läuft bis zum 10. September.

Hintergrund der Aktion ist, dass nach wie vor viele Tiere bei der Urlaubsplanung schlichtweg vergessen werden. Viele landen dann im Tierheim oder werden im schlimmsten Fall sogar ausgesetzt. Dem wollen die Tierschützer entgegenwirken.

" Das Tierheim ist keine Pension", mahnt Karola Gaidies. Das springe nur ein, wenn ein alleinstehendes Herrchen oder Frauchen plötzlich ins Krankenhaus müsse. Für eine private Unterbringung der Tiere spreche zudem der Familienanschluss.

So kann man mitmachen

Wer sich an der Urlaubsaktion des Deutschen Tierschutzbundes beteiligen möchte, kann sich an den Dortmunder Tierschutzverein wenden.

Das Büro in der Berswordt-Halle des Stadthauses am Friedensplatz ist montags und dienstags 10 bis 16 Uhr, mittwochs, 10 bis 14 Uhr und donnerstags 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Telefon 81 83 96

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